So wirst du zur Triathletin!

Triathlon erscheint für viele als ein komplizierter, zeitaufwendiger Sport. Dabei machen wir im Triathlon nur das, was wir bereits in jungen Jahren gelernt haben: Schwimmen, Radfahren und Laufen. Wie auch du den Einstieg in den Triathlon schaffst ohne dabei deine Familie zu vernachlässigen, erfährst du in diesem Artikel.

Ein Triathlon-Einstiegsguide nicht nur für Frauen!

Triathlon ist ein komplexer Sport. So wirkt es zumindest, wenn man als Außenstehende auf diese Sportart blickt. Wo drei verschiedene Sportarten zu einer zusammengefasst werden, da muss man also auch drei Sportarten erlernen.

Wenn man aber genauer auf die Sportart Triathlon schaut, dann relativiert sich dieser erste Eindruck. Schauen wir auf die drei Disziplinen: Schwimmen, Radfahren, Laufen. In unserer westlichen Welt gilt es als normal, das man alle drei Dinge kann. Denn die drei Disziplinen gehören zu den Grundbewegungsformen.

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D.h. wenn du das ganze mal ehrlich betrachtest, musst du eigentlich keine der drei Sportarten, die den Triathlon ausmachen, erlernen. Denn sie gehören zu unseren natürlichen Bewegungsformen.

Nichtsdestotrotz kann die Sportart Triathlon für Außenstehende zuerst einmal unerreichbar wirken. Wenn drei Sportarten zu einer zusammengefügt werden, benötigt man schließlich auch das Equipment für drei Sportarten. Ganz zu schweigen vom Know-How. Und dann wäre da ja noch das Training. Drei Sportarten – also muss man auch die dreifache Zeit fürs Training aufwenden, oder? Unmöglich für normale Menschen mit Full-Time Job, Familie und Freundinnen.

In diesem Blogpost möchte ich dir zeigen, dass Triathlon weniger komplex, zeitaufwendig und Ressourcen-belastend ist, als du denkst. Ich gebe dir Tipps, wie du den Einstieg in den Triathlon möglichst unkompliziert, effizient und familienfreundlich schaffst.

Get started: Was brauchst du, um mit Triathlon anzufangen?

Wenn du mit Triathlon anfangen willst, dann stellst du dir sicher die Frage, was du an Equipment benötigst. Im Training wirst du erstmal die drei Disziplinen separat trainieren. Also schauen wir auch einzeln auf die drei Sportarten des Triathlons.

Schwimmequipment für den Triathloneinstieg

Badeanzug: Klar, zum Schwimmen solltest du einen Badeanzug besitzen. Ich gehe davon aus, dass 99% der Leserinnen im Besitz dieser Schwimmkleidung sind. Ein Bikini funktioniert natürlich auch.

Schwimmbrille: Die Schwimmbrille ist ein wichtiges Utensil für das Sportschwimmen. Egal, ob du gleich das Kraulschwimmen erlernst, oder erstmal beim Brustschwimmen bleibst – mit Schwimmbrille behältst du den Durchblick und schonst deine Augen.

Badekappe: Wenn du Triathlon als Wettkampfsport betreiben willst, dann musst du dir wirklich nur einmalig eine Badekappe anschaffen. Denn bei jedem Wettkampf, an dem du teilnimmst, bekommst du eine Badekappe. Die Badekappe hat den Vorteil, dass du nicht so sehr am Kopf frierst, wenn du länger im Wasser bist. Außerdem hilft sie deine Haare so zu verstecken, dass diese dir beim Schwimmen nicht im Weg sind.

Radequipment für den Triathloneinstieg

Rennrad: Je nachdem, wie intensiv und langfristig du Triathlon betreiben willst, kann sich für dich die Anschaffung eines Rennrads lohnen. Entgegen der vielleicht vorherrschenden Annahme, brauchst du kein Rennrad, um an einem Triathlon teilzunehmen. Wenn dein Rad verkehrstauglich ist, kannst du auch mit dem Hollandrad beim Triathlon mitfahren. Viele starten bei ihrem ersten Triathlon mit einem Mountainbike.

Fahrradhelm: Wenn du nicht bereits einen Fahrradhelm zum Radfahren besitzt, dann rate ich dir dringend, dir einen anzuschaffen. Ganz unabhängig von deinen Triathlon-Ambitionen, solltest du, wenn du mit dem Rad unterwegs bist, immer einen Helm tragen!

Für die Teilnahme an einem Triathlon-Wettkampf brauchst du einen Fahrradhelm. Dieser ist bei allen offiziellen Triathlon-Wettkämpfen Pflicht.

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Laufequipment für den Triathloneinstieg

Zum Laufen gibt es eigentlich nur ein Equipment, in das du investieren solltest: Den Laufschuh. Hier lohnt es sich, sich von Experten beraten zu lassen. Denn ein für dich ungeeigneter Laufschuh kann dazu führen, dass du dir eine Verletzung einhandelst und als Folge deinem Sport nicht mehr nachgehen kannst. Also lass dich am besten in einem Fachgeschäft beraten, idealerweise eines, das auch Laufanalysen durchführt.

Ich bin im Besitz des nötigen Triathlon-Equipments – aber was und wie muss ich eigentlich trainieren, um fit für meinen ersten Triathlon zu werden?

Der klassische Einstieg in den Triathlon-Wettkampfsport geht über die sogenannte Sprintdistanz. Die Sprintdistanz beträgt zwischen 500 und 750m Schwimmen, 20km Radfahren und 5km Laufen. Auch hier gilt: Wahrscheinlich bist du bereits alle drei Distanzen einzeln geschwommen, geradelt oder gelaufen bzw. gegangen.

Du bist also gar nicht so weit weg von deinem ersten Triathlon, wie du glaubst!

Training für deinen ersten Triathlon

Wenn du planst an einem Sprinttriathlon teilzunehmen – was ich dir für deinen Einstieg in den Triathlon-Wettkampfsport empfehle – dann solltest du mindestens einmal in der Woche jeweils schwimmen, radfahren und laufen. Zusätzlich solltest du mindestens einmal in der Woche Kraft-/Stabilisations-/Mobilitytraining machen. Das entspricht einem wöchentlichen Zeitaufwand von 3-4 Stunden Sport pro Woche. Ein Aufwand, der auch mit Full-Time Job und Familie machbar sein sollte.

Nichtsdestotrotz ist gerade der Gedanke an die Familie etwas, das viele Triathloninteressierte davon abhält, dem Sport wirklich nachzugehen. Das schlechte Gewissen der Familie gegenüber, wenn man alleine seine Trainingsrunde dreht, während der Partner sich um die Kinder kümmert, ist für viele Frauen eine große Hürde auf dem Weg zum Triathlon. Darum mein Tipp: Mach deine Familie zu deinem größten Fan!

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Mach deine Familie zu deinem größten Fan!

Wenn du Spaß am Triathlonsport hast und diesen langfristig betreiben willst, dann geht das nur, wenn deine Familie hinter dir steht. Wenn du immer wieder über dein Training und Wettkämpfe mit deinem Partner diskutieren musst und die Kinder nicht verstehen, warum Mama jetzt keine Zeit für sie hat, weil sie trainieren muss, dann wirst du auf Dauer keinen Spaß mehr am Sport haben.

Die Lösung: Binde deine Familie so viel es geht in deine sportlichen Aktivitäten mit ein. Wenn du z.B. Im Sommer zum Schwimmtraining gehst, verbinde das ganze doch mit einem Freibadbesuch mit der ganzen Familie. Oder fahrt zu einem See, wo du das Freiwasserschwimmen üben kannst. Auch im Winter kannst du regelmäßig mit deiner Familie in die Schwimmhalle gehen.

Viele Rennradfahrerinnen verbinden im Sommer ihr Radtraining mit dem Familienbesuch. Warum nicht mal eine kleine Tour zu den Eltern mit dem Rennrad machen? Kaffee und Kuchen schmecken dann umso besser, wenn man vorher fleißig gekurbelt hat.

Am schönsten ist es aber, wenn du deine Familie für deine Wettkämpfe begeistern kannst. Denn es gibt im Wettkampfsport doch nichts schöneres, als wenn deine Familie an der Strecke steht und dich kräftig anfeuert und dich im Ziel jubelnd empfängt. Die Freude über deine erreichte Leistung ist umso größer, wenn deine Familie mit dir gefiebert hat und stolz auf dich ist. Wenn dein Kind stolz im Kindergarten erzählt, dass die Mama Triathletin ist.

Mache deinen Wettkampf daher zu einem Happening nicht nur für dich, sondern auch für deine Familie. Zelebriert den Wettkampftag und macht rund ums Schwimmen, Radfahren und Laufen einen tollen Familienausflug.

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Vereinbarkeit von Triathlontraining und Arbeit

Vielen fällt es schwer zu glauben, dass sie neben Beruf und Familie noch die Zeit aufbringen können für einen Triathlon zu trainieren. Dabei schaffen das viele Triathletinnen wunderbar. Der Schlüssel zur Vereinbarkeit von Arbeit und Triathlontraining ist eine gute Planung.

Überlege dir, wann du in einer normalen Woche Zeit zum Trainieren hast. Wann kannst und willst du trainieren? Vor der Arbeit? Danach?

Baue dir eine Trainingsroutine auf!

Wenn du festgelegt hast, an welchen Tagen und zu welchen Zeiten du trainieren kannst, dann definiere feste Trainingstage für dich. So erzeugst du mit der Zeit eine Routine, die für dich selbstverständlich wird. Mache einen Tag in der Woche zum Schwimm-, Rad- und Lauftag.

Wenn du unregelmäßige Arbeitszeiten hast und beruflich viel unterwegs bist, dann entwickle auch hier gewisse Routinen. Geh zum Beispiel immer am Anreisetag der Dienstreise Abends eine Runde laufen. Erkundige dich vorher, ob es in deinem Arbeitsort eine Schwimmhalle gibt, wo du trainieren kannst. Vielleicht gibt es auch ein Fitnessstudio in dem du trainieren kannst.

Suche dir Hilfe von einer Trainerin!

Wenn dich die Planung für dein Training stresst, du dir keine Gedanken darüber machen oder du das ganze möglichst effektiv gestalten möchtest, dann solltest du darüber nachdenken, dir professionelle Hilfe zu suchen. Eine Trainerin hilft dir, dein Training sinnvoll in deinen Alltag zu integrieren und dein Training so effizient und effektiv zu gestalten, dass Aufwand und Nutzen in einem optimalen Verhältnis zueinander stehen.

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Beeindrucke deine Kolleginnen und Geschäftspartnerinnen mit deinem Training!

Auch wenn sie es dir nicht sagen – deine Kolleginnen schauen zu dir hoch, wenn sie sehen, wie diszipliniert du deinen Sport betreibst. Sie bewundern, dass du durch den Sport etwas für dich und deine Gesundheit tust. Und die ein oder andere wird dir das auch sagen. Das hat auch eine positive Auswirkung auf Eure Arbeitsbeziehung.

Fragst du dich jetzt immer noch, ob du das mit dem Triathlon wirklich machen sollst? Ob du deiner Familie gegenüber so „egoistisch“ sein kannst Zeit und Geld nur für dich und deinen Sport zu investieren?

Trau Dich und mache Triathlon!

Ich kann dir nur eines raten: Trau dich! Du bist nicht egoistisch, nur weil du auch etwas machen willst, das dir gut tut! Und glaube mir: Wenn du glücklich durch den Triathlonsport bist, dann ist es auch deine Familie! Deine Kinder werden dich für das, was du tust bewundern. Und auch dein Partner wird deinen Sport zu schätzen wissen. Und vielleicht kommt er dann irgendwann auch selbst auf den Geschmack!

U.TLW – Eine trainingskritische Analyse

Heute möchte ich mit einem unangenehmen Thema um die Ecke biegen. Wer unsere Social Media Berichterstattung zu Hannahs Finish beim Ultra-Trail Lamer Winkel verfolgt hat, hat sicher gemerkt, dass wir nur so semi zufrieden waren.

Besonders ich als Hannahs Trainer habe mir nach dem Rennen so meine Gedanken gemacht.

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Manchmal muss man die Vernunft gewinnen lassen

Lange habe ich mit mir gerungen. Als ich im vergangenen Jahr aus einer Laune heraus entschieden habe, dass ich in 2015 mein Triathlondebüt geben werde, waren (wie üblich) dem Wahnsinn keine Grenzen gesetzt. Wenn Triathlon, dann auch gleich richtig – eine Mitteldistanz muss doch da schon drin sein. Schließlich bin ich mittlerweile eine ordentliche Marathonläuferin und was soll ich mich mit einer Olympischen Distanz auseinandersetzen, wenn ich da kürzer unterwegs bin als bei einem Marathon?

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