Am 21. Oktober sahen wir uns unserer letzten großen Herausforderung des Jahres gegenüber: Halbmarathon im Rahmen des 14. Morgenpost Marathon Dresden.

Der Weg dorthin hätte schlechter nicht sein können.

Ich habe nach dem Nibelungen-Triathlon eine Woche Schonfrist eingelegt und dann noch genau 2 Trainingseinheiten absolviert. Danach war ich 14 Tage krank. Nachdem das überstanden war habe ich doch tatsächlich noch ca. 25km lockeres Lauftraining absolviert. Die Anzahl der Trainingseinheiten in der Woche vor dem Wettkampf war gleich null.

Ähnlich ging es der @Exilfortunin. Bei ihr waren es eher berufliche Gründe, bzw. die kurz vor der Abgabe stehende Masterthesis, die kein Training zugelassen haben. Dafür hatte sie dieses Jahr die Erfahrung von 3 weiteren Halbmarathons in den Beinen.

Samstag, 20.10.2012 – Abholen der Startunterlagen

Mit dieser “optimalen” Vorbereitung in den Beinen fuhren wir am Samstag nach Dresden, zum Abholen der Startunterlagen. Dort wurden wir noch einmal darauf hingewiesen, warum wir gerade hier wieder laufen wollten. Die vielen lautstarken Supporter stimmten sich direkt vor der Marathon-Messe auf ihre wichtige Aufgabe am nächsten Tag ein.

Wir beschlossen den Lauf ohne Zielzeiten zu bestreiten und zu genießen.

Sonntag, 21.10.2012 – Raceday

Das Wetter war perfekt. Beim Start windstill und ca. 10 Grad. Im Ziel, 2h später, dann bereits 15 Grad und strahlender Sonnenschein. Man kann im Oktober auch mehr Pech haben!

Überpünktlich erfolgte der Startschuss. Beim Dresdner Marathon starten traditionell alle Läufer, egal ob 10km, 21km oder 42km, gemeinsam. 8.300 Läufer, respektive 16.600 Beine machten sich auf den Weg. Jedes Paar Beine konnte eine eigene Geschichte erzählen, wie hart der Weg zur Starlinie war.

Die Strecke führt quer durch die Innenstadt, entlang der Elbe, am Uniklinikum vorbei durch den großen Garten. Von dort geht es mit einem kleinen Abstecher auf die andere Elbseite – damit noch einmal die schöne Altstadtkulisse bewundert werden kann – durch die Altstadt zurück ins Ziel.

Wie bereits letztes Jahr war alles sehr gut organisiert. Die Verpflegung unterwegs war gut und der Support durch unzählige Bands und Zuschauer ausgezeichnet.

Nachdem ich ca. 500 m gemeinsam mit der @Exilfortunin lief, trennten wir uns damit ich mein eigens Tempo finden konnte. Zunächst pendelte ich mich bei ca. 5:00 min/km ein. So trabte ich mit der Masse zum ersten Mal an der Semperoper vorbei. Bis zum großen Garten (km 10) war ich damit beschäftigt mein Tempo zu finden. Danach hatte ich mein Tempo gefunden, oder besser gesagt, ich hatte jemanden gefunden, der einen exakten 5:00 min/km Schnitt lief. Dass er ein T-Shirt vom diesjährigen Moritzburg-Triathlon trug sei dabei nur am Rande erwähnt. Bis km 14 folge ich also dem Marthoni mit dem sympathischem T-Shirt. Bei km 14 merkte ich jedoch, dass 25 km Trainingsvorbereitung doch etwas wenig sind. Ab km 15 wurde ich von meinen Beinen mit einem 6:00 min/km Schnitt bestraft. Nun ja, wir hatten ja keine Zeitvorgaben. Allerdings schwante mir auch, was mich in den nächsten Tagen erwarten würde. Schmerzende Gelenke und Sehnen.

Der @Exilfortunin erging es ganz ähnlich. Auch sie kämpfte und quälte sich über die gesamte Strecke.

Nachdem ich im Ziel auf meinen Schatz, die @Exilfortunin, gewartet hatte und wir beide nicht so recht lächelnd die Laufveranstaltung verliessen war uns eines klar: So etwas wird uns nie, nie wieder passieren. So schlecht vorbereitet werden wir keinen Wettkampf mehr beschreiten.

Kaum zu Hause planten wir auch schon das kommende Jahr! Doch das ist eine andere Geschichte.

Euer @exilSGDfan

PS: Die Schmerzen kamen wie vermutet.

1 Antwort
  1. Chris aus Stuttgart sagte:

    hey carsten, mein geschult3s auge erkennt doch gleich das Bayreuther Festspielhaus auf dem Banner da an der Treppe. Bayreuth is culture oder sowas?!

    War das dennoch in Dresden?

    Grüße,
    Chris

    p,s,: falls du mal zufällig wieder Stuggi bist können wir ja mal ne Runde laufen ;-)

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