Einfach mal einen Halbmarathon laufen

Bereits 2014 hatte Hannah die Gelegenheit beim Oberelbe-Marathon auf der Halbmarathon-Distanz diesen landschaftlich reizvollen Lauf zu absolvieren. Dieses Jahr hieß es im Rahmen unserer Triathlon-Vorbereitung wieder Laufen beim OEM. Da der Lauf aus dem vollen Training heraus gelaufen wurde hatten wir keine großen Ambitionen an die Zielzeit.

Der Oberelbe-Marathon führt auf dem Elberadweg von Königstein über Pirna und Heidenau nach Dresden. Zwischen Königstein und Pirna gibt es einen wunderschönen Blick auf das Elbsandsteingebirge. Ab Pirna, wo dann auch der Halbmarathon gestartet wird, sind es eher die spießbürgerliche Bebauung und die geschützten Elbwiesen, die den Charme der Strecke ausmachen. Da der Elberadweg entlang der Uferböschung der Elbe führt, ist der Weg von vielen Kurven und immer wieder kurzen knackigen An- und Abstiegen geprägt. Bestzeitenoptimal ist definitiv etwas anderes.
 
Das Wochenende war dann auch wieder picke packe voll mit Training. Am Samstag stand eine 90km Radrunde auf dem Plan. Es ging von Meißen über Riesa nach Dresden zur Startnummernausgabe. Leider hatte ich  mich in der Zeit ziemlich verrechnet, also kamen wir ca. 70min später im World Trade Center (WTC) Dresden an. Zum Glück sind unsere Freunde alle entspannt und so konnten wir uns noch mit Corinna, Kersten und Ulf auf eine Portion Nudeln niederlassen. Kersten wollte auf der Marathon-Distanz die Beine ein wenig ausschütteln. Zwischen zwei Ultra-Trails macht mensch das wohl so?!?
 
Von Meißen ging es für uns bereits um 7 Uhr mit der S-Bahn Richtung Pirna zum Start. Unterwegs stiegen noch Corinna und Kersten zu. Ulf hatte sich an diesem Tag einer anderen Aufgaben verschrieben. Er unterstützte Thomas Dold bei seinem erfolgreichen Versuch im 10km Rückwärtslaufen einen neuen Weltrekord zu erlaufen.
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Für Hannah, Corinna und mich endete die S-Bahn-Fahrt in Heidenau – Großsedlitz von dort ist es noch ca. 1km bis zum Start. Der Startbereich ist eher schmucklos im Industriegebiet zwischen Heidenau und Pirna gelegen. Das ist der Nachteil, wenn das Ziel (Heinz-Steyer-Stadion) wenig variabel ist und ein HM nun mal 21.095km lang sein muss.
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Pünktlich um 9:10 Uhr erfolgte der Startschuss für über 2000 Läufer*Innen, die sich mit uns auf die Halbmarathon-Distanz begaben. Ich hatte mir als Zielzeit 1:45h vorgenommen. 3min über meiner Bestzeit, allerdings war mir auch von Anfang klar, dass es weitaus härter werden könnte. Denn zu den 90km Radfahren zur Startnummernausgabe waren für mich nochmal 30km Rückweg nach Meißen hinzugekommen. Die ersten Kilometer lief es ganz gut an. Bis km 12 konnte ich locker ein Tempo zwischen 4:50 und 5:00 min/km laufen. Allerdings wurden dann die Beine schwer. Zwischen km 12 und 17 ging mit 5:15 min/km weiter. Ab km 17 ging dann nicht mehr viel. Zeiten über 5:40 min/km waren die Folge. Die Aussicht auf die Elbhänge, das blaue Wunder und natürlich die letzten 2km entlang der Dresdner Altstadt entschädigen schon für einiges. Den Rest Entschädigung erhält der/die Läufer*in im Ziel. Nicht nur mein Bruder, meine Eltern und mein guter Freund Klaus warteten auf uns. Auch mein Neffe Arthur war wieder mit am Start und beobachtete interessiert, was die alten Damen und Herren da so treiben. Wenn es schön warm ist hält der OEM im Ziel einen besonders attraktiven Zielbereich bereit. Hier ist es möglich, dass Freunde, Verwandte und Bekannte einfach mit im Zielbereich sind. Der Rasen des Heinz-Steyer-Stadions ist herrlich, um mit Freunden über den Lauf zu philosophieren. Dies taten wir dann auch ausgiebig.
 
Die Zielzeiten möchte ich natürlich nicht unerwähnt lassen, auch wenn sie wirklich keine große Bedeutung an diesem Tag hatten. Bei mir standen am Ende 1:47:18 h auf der Uhr. Bei Hannah lief es ähnlich gut und nach 1:52:58h war auch Sie im Ziel. Die Trainingswochen haben doch einige Spuren hinterlassen. Nichts desto trotz konnten wir mit den Leistungen sehr zufrieden sein.
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