Und schon ist die erste Trainingswoche Geschichte…13 weitere Wochen werden folgen.

Wie schon beschrieben war der Abschluss der Woche ein lockerer 150min Ausdauerlauf im niedrigen GA1-Tempo bei bestem Bremer Herbstwetter Mitte Juli. (14 Grad, starker Wind und 150min Nieselregen) Aber, ich habe es durchgestanden und das obwohl ich noch vor 3 Wochen meine schwerste Stunde in meiner eher jungen Ausdauerkarriere erlebt habe.

Bei einem Triathlon-Wettkampf lag ich bis nach dem Radfahren gut im Rennen, um dann auf 10km, einer Strecke die ich normalerweise in ca. 45min laufe, fast eine Stunde zu brauchen. Es war jedoch nicht die sportliche Niederlage die mir zu schaffen machte, vielmehr die mentale Leere die danach aufkam. Dies äußerte sich in Trainingsunlust und Lust auf viel Süßes. Es führte auch dazu, dass ich das nächste Ziel, einen weiteren Triathlon, lieber aus dem Wettkampfkalender gestrichen habe. Auch die erste Woche dieser Trainingsphase war nicht gerade von Freude eher vom Zwang getrieben.

Der heutige lange Lauf war also auch eine kleine Überprüfung meines Kopfes, denn das die Beine den Lauf hinbekommen, dass wusste ich auch schon vorher. So horchte, fühlte und lauschte ich in mich hinein um zu erfahren wie der Stand der Dinge ist. Und das Ergebnis war ernüchternd…Die Beine können…Ja super, dass wusste ich schon. Naja vielleicht lag es ja am Wetter, dass ich nicht so gut horchen konnte.

Damit kam auch schon das größte Problem für mich auf. Die Gedanken beim Laufen. Es gibt nur meinen Kopf, meine Beine und die Pulsuhr. Mal davon abgesehen, dass man dabei auch Schmerzen und Zipperlein an seinem Körper findet, die man noch nie zuvor gespürt hat. Ich meine aber etwas anderes. Es ist das wirre Gedankenmuster was mich beim Laufen begleitet. Je weiter die Strecke, um so mehr Zeit hat man die Gedanken zu ordnen bzw. um so größer ist des Gewirr…und ich versuche sie immer zu ordnen. Manchmal bin ich so mit mir beschäftigt, dass ich gar nicht wahrnehme, wenn jemand an mir vorbei läuft, den ich kenne.

Im Moment beschäftigt mich beim Laufen aber nur, wie ich den Marathontrainingsplan durchbekomme. Und so setzte ich einen Fuß vor den Anderen und überlege dabei, wie ich das die nächsten 13 Wochen machen möchte, also einen Fuß vor den Anderen setzen. Eigentlich paradox, man überlegt wie man etwas schafft, was man ohnehin gerade tut. So sind sie, meine Gedanken beim Laufen. Nicht immer  klar und tiefsinnig, aber immer da.

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