dsc_0396.jpgDie richtige Ernährung – das ist für viele aktive Menschen ein wichtiges Thema. Während früher die Ernährung nicht so im Fokus lag, spielt sie heute eine wichtige Rolle. Spitzensportler*innen befassen sich mehr und mehr mit ihrer Ernährung und einige von ihnen schwören auf strenge Ernährungsgrundsätze. Es ist daher nicht überraschend, dass auch viele Amateursportler*innen sich mit ihrer Ernährung auseinander setzen. Inbesondere unter den Ausdauersportler*innen spielt das Thema “Essen” eine wichtige Rolle. Viele Ausdauersportler*innen haben einmal mit ihrem Sport angefangen, um Gewicht zu verlieren. Je intensiver man Ausdauersport betreibt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Frage nach der richtigen Ernährung irgendwann zum Thema wird. Und dreimal dürft Ihr raten – auch in unserem Leben spielt das Thema Ernährung eine wichtige Rolle.

Gegessen wird, was auf den Tisch kommt?!

Seitdem Carsten und ich uns kennen, war “Essen” ein kompliziertes Thema. Wir beide haben bereits vor unserer gemeinsamen Zeit Phasen durchlebt, in denen wir einige Kilos zu viel mit uns rumgetragen haben. Während Carsten sich in seiner Zeit als junger Erwachsener nach und nach überflüssige Winterspeck-Kilos anfutterte, musste ich in meiner Collegezeit in den USA die Tücken des amerikanischen Fast Foods erleben. In einem Jahr College-Leben packte ich ca. 10 Kilos auf mein bis dahin gesundes Normalgewicht drauf. Und das, obwohl ich sehr viel Sport machte. Ich trainierte täglich mehrere Stunden und wurde trotz der drastischen Gewichtszunahme amerikanische Collegemeisterin mit meinem Tennisteam. Da Carsten und ich schon immer viel Sport gemacht haben, taten uns die zusätzlichen Kilos besonders weh. Entscheidend war aber, dass wir uns beide nicht mehr in unserer Haut wohl fühlten und so begannen wir uns mit unserer Ernährung auseinanderzusetzen.

Wir schafften es, step-by-step Gewicht zu verlieren, so dass wir wieder den Gewichtszustand erreichten, auf dem wir uns vor der Gewichtszunahme bewegten. Bei mir lief das hauptsächlich über Kalorienzählen und den Verzicht auf fettiges Essen. Wenn ich zurück schaue, muss ich gestehen, dass ich schon sehr früh damit angefangen habe, mich mit meinem Gewicht auseinanderzusetzen. Auch aufgrund des Leistungssports, den ich bereits als Teenager betrieb, war ein fitter und schlanker Körper immer das, was ich mir selbst zum Wohlfühlmaßstab gesetzt habe. Und das hat sich bis zum heutigen Tag nicht geändert. So war das Kalorienzählen und der Verzicht auf fettiges Essen viele Jahre täglicher Begleiter meines Lebens. Das primäre Ziel war immer, ein bestimmtes Gewichtsziel zu erreichen bzw. zu halten. Ob meine Ernährung aber gesund ist, damit habe ich mich lange Zeit nicht beschäftigt. Hauptsache die Zahl auf der Waage zeigte das an, was ich mir vorstellte.

Als ich dann vor wenigen Jahren intensiver mit dem Laufen anfing und die Wettkämpfe mit der Zeit immer mehr und die Distanzen immer länger wurden, drängte sich auch das Thema “Ernährung” wieder in den Vordergrund. Hier ging es jedoch zunächst wieder nur darum, Gewicht zu verlieren, um möglichst wenig “Ballast” mit sich herum zu schleppen. Welche Auswirkung meine Essgewohnheiten auf Regeneration und Leistungsfähigkeit haben, war nicht relevant.

Das weite Feld der Ernährungsberatung

Mittlerweile hat sich meine Einstellung drastisch geändert. Ich beschäftige mich sehr viel mit dem Thema “gesunde Ernährung” und der Auswirkung auf die eigene Leistungfähigkeit. Es geht nicht mehr nur darum, dem eigenen Körperideal in Form von Zahlen auf der Waage zu entsprechen. Vielmehr möchte ich mich wohl in meiner Haut im doppelten Sinne fühlen. Denn ein erreichtes Wunschgewicht ist nicht alles. Mir ist irgendwann klar geworden, dass es viel wichtiger ist, sich durch die richtige Ernährung gesund zu fühlen. Und das nicht nur im Sport, sondern auch im Alltag.

Nun bin ich noch nie jemand gewesen, die sich gerne in der Küche aufgehalten hat. Ich habe das Kochen nie richtig für mich entdeckt. Essen gehen oder das Fast Food Produkt vom Dönerladen nebenan waren für mich immer die bequemste Art, meinen Hunger zu stillen. Nach einer harten Trainingseinheit hatte ich keine Lust, mich in die Küche zu stellen und mir etwas zu brutzeln. Und mit Carsten an meiner Seite, der kein Problem damit hat den Kochlöffel zu schwingen, wurde ich noch bequemer. Aber wenn man sich lange genug mit dem Thema Ernährung beschäftigt, kann man sich nicht davor verschließen, dass eine Grundvoraussetzung von gesundem Essen ist, dass man dieses frisch zubereitet. Und solange man nicht seinen privaten Koch hat, der einem 24/7 zur Verfügung steht, muss man selbst Hand anlegen. Damit kommen wir auch schon zu meiner größten Herausforderung. Ich lese viel über gesunde Ernährung und habe auch eine recht klare Vorstellung, welche Art der Ernährung es bei mir sein soll. Aber dafür muss ich eben auch selbst kochen. Und vom Kochmuffel zur Hobbyköchin ist es ein langer Weg. Aber ich möchte diesen Weg gehen, step-by-step. Denn ich möchte gesund leben und vorsorgen. Durch gesunde Ernährung.

Ich werde in nächster Zeit regelmäßig davon berichten, wie es mir auf meinem Weg zur gesünderen Ernährung ergeht, was sich geändert hat, was mir Probleme bereitet und wo ich Rückschläge erleide. Das finale Ziel dieses Weges ist für mich herauszufinden, was gut für mich und meinen Körper ist. Ich erwarte eine spannende Reise, auf die ich mich begebe und freue mich auf Feedback und den Austausch mit Euch!

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