Mit einem neuen Ziel fängt alles an

Mit dem Berlin Marathon hatte ich mein letztes geplantes Saison-Highlight im Jahr 2014. Auch wenn hier ein etwas anderes Ziel vorgesehen war, am Ende konnte ich mir dennoch meinen zweiten gefinishten Marathon ins Tagebuch schreiben. Damit endete dann auch das Wettkampfjahr 2014 mit seinem vielen Licht und Schatten.

Die Wettkampfplanung

Am Montag nach dem Marathon setzen Hannah und ich uns dann bei leckerem Sushi und schmerzenden Beinen hin und schmiedeten die Pläne für 2015. Hannah wird sich sicher in den nächsten Wochen selbst zu ihrer geplanten Saison äußern, darum gibt es hier nur Infos und Auszüge aus “meinen” Wettkampfplan für 2015.

Ich habe mich für lediglich 2 große Jahreshighlights entschieden. Das eine wird mein erster Half-Ironman beim Ironman 70.3 im Kraichgau sein. Zum zweiten habe ich noch eine Rechnung mit dem Marathon offen. Hierbei ist geplant, wieder in Berlin zu laufen. Da das allerdings nicht nur von mir abhängig ist, kann es sein, dass hier noch eine Veränderung einzuplanen ist. In Berlin werden die Startplätze auch 2015 wieder verlost. Ich hoffe, dass es wieder klappt, aber sicher ist das natürlich nicht.

Dazu kommen einige B-Wettkämpfe, wie der Triathlon in Hamburg, der HM in Berlin im Frühjahr und das Velothon in Berlin. Dazu ein ganzer Sack voll weiterer Wettkämpfe, die das Training auflockern sollen. Los geht es bereit im November 2014 mit dem Teltowkanal-Halbmarathon, im Dezember stehen dann 20k beim Plänterwaldlauf an.

Das Wettkampfziel

Damit ist also die Wettkampfplanung für 2015 abgeschlossen. Wie kommt man aber nun zu den Zielen? Das Ziel “Ankommen” ist am einfachsten zu definieren, aber reichen tut es mir nicht. Welche sonstigen Ziele kann ich mir aber stellen?

Wer schon einmal ein Buch zum Thema Ziele durchgeblättert hat, stolpert immer wieder über Anforderungen an Ziele:  Ziele sollten meßbar und eindeutig sein. Das ist ja einfach, oder?

Für mich stellte sich das ganze sogar als sehr kompliziert dar. Die Liste der Ziele war schnell runter geschrieben, geplante Zielzeiten sind schließlich schnell aufgeschrieben. … Aber sind das wirklich sinnvolle Ziele? Was, wenn ich z.B. einen Defekt auf dem Rad habe? Ist dann die Zielzeit dahin? Und wenn ja, steige ich dann aus, weil das Ziel nicht mehr erreichbar ist? Nachdem ich also mehrere Tage über Ziele nachgedacht habe und diese schriftlich festgehalten habe, habe ich den Zettel genommen und in den Müll geworfen. Mit einem leeren Blatt fing ich nochmal bei null mit der Zielsetzung an.

Einige Leser werden sich sicher an dieser Stelle auch fragen, warum tue ich das. Warum stecke ich mir auch noch in meiner Freizeit Ziele und warum schreibe ich einen Blogeintrag darüber? Eigentlich habe ich doch beruflich schon genug mit Zielvereinbarungen, Projektmeilensteinen und Ergebnismessungen zu kämpfen. Ganz einfach, es macht Spass mal ganz frei Ziele zu definieren. Normalerweise werden meine Ziele fremdbestimmt. Beim Sport geht es nur um mich. Da ich nicht die Chance habe um Siege zu kämpfen geht es nur darum, die eigene Leistung vorher zu bestimmen, dann einen Weg zu finden, wie ich das Ziel erreichen kann und zum Schluss im Wettkampf herauszufinden, ob das Ziel richtig geplant war. Außerdem ist der Wettkampf noch so weit weg und bedarf so viel Vorbereitung, damit der Körper am Wettkampf die Belastung auch durchsteht. Ohne Ziele wäre ich nicht in der Lage so lange auf das Ergebnis hinzuarbeiten.

Die Frage der Veröffentlichung ist meine Art, eine gewisse Verbindlichkeit für meine Ziele zu definieren.

Nach diesem kleinen Ausflug in mein “Warum” wieder zurück zu dem “Was”. Hier also meine Ziele für den Ironman 70.3 im Kraichgau:

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Ich habe meine Ziele zweigeteilt. Zum einen die oben beschriebenen Ziele, die ich in “Primär”, “Sekundär” und “Minimal” unterteilt habe. Zum anderen die Zeitziele, die ihr in der nächsten Tabelle findet. Einige runzeln womöglich die Stirn, wenn sie das Minimal-Ziel lesen. Es ist mein erster Half-Ironman und ich habe mich noch nie einer so großen sportlichen Herausforderung gestellt. Daher muss das Minimal-Ziel erstmal finshen sein. Alles andere fände ich ziemlich naiv.

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Die Zeitberechnungen ergeben sich aus bisherigen Ergebnissen über die Olympische Distanz und bei anderen Wettkämpfen und der entsprechenden Berücksichtigung, dass Kraichgau eine eher anspruchsvolle Strecke darstellt.

Durch das Festlegen der Ziele und der Zielzeiten definieren sich auch die Trainingsinhalte für die nächsten Wochen und Monate.

Noch mehr Planung?

Jetzt wird es in den nächsten Tagen und Wochen darum gehen, entsprechende Zwischenziele zu definieren, die auf dem Weg in den Kraichgau erreicht werden sollten. Und natürlich werde ich mich spätestens eine Woche vor Kraichgau kritisch mit dem hier geschriebenen auseinandersetzen und mir im Spiegel tief in die Augen schauen, ob all das noch realistisch ist, oder ob eine Umplanung sinnvoll ist.

Jetzt beginnt der wichtigste Teil des Ganzen … Ich bin dann mal trainieren (Plan umsetzen, Ziele erfüllen)!

PS: Meine Marathonziele lege ich fest, sobald feststeht, bei welchem Marathon ich starte! Auch diese werden dann hier veröffentlicht.

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