Nachtlauf Hamburg

Vor zwei Jahren hatte ich bereits beim Nachtlauf in Hamburg teilgenommen. Nun machten Carsten und ich uns gemeinsam auf den Weg nach Hamburg, um 2 Runden zu je 7,5 km in Angriff zu nehmen. “Attacke” lautete mein Motto für den Lauf. Um dies zu unterstreichen, sollte Carsten für mich als Hase herhalten.

Bei einer Distanz von 15 km läuft man eigentlich nicht um PBs, aber ich wollte unbedingt testen, was ich drauf habe. In den vergangenen Trainingswochen durfte ich mit großer Freude spüren, dass ich mein Tempo deutlich verbessern konnte. Bestzeiten auf der 10km und Halbmarathondistanz sollten in meinem derzeitigen Laufzustand kein Problem sein. Die 15km um die Hamburger Alster sollten mir einen Hinweis auf meine Selbsteinschätzung geben, dass ich momentan meine PBs auf nahezu alles Distanzen angreifen kann.

Die Wettervorhersage war ursprünglich nicht sehr vielversprechend: Viel Regen und Wind stellten im Vorhinein in Frage, ob ich beim Hamburger Nachtlauf wirklich schnell sein könnte. Als wir Hamburg am Freitag Abend gegen 17:30 Uhr erreichten wehte auch ein ordentliches Lüftchen und wir stellten uns mental bereits auf die Arbeit gegen den Wind ein.

Nachdem wir unsere Startshirts an den Alsterwiesen abgeholt und im Hotel eingecheckt hatten, machten wir uns auf den Weg zum Start, um dort noch vor unserem Lauf einen lieben Twittertriathleten und Fußballverrückten, den @headnutHH zu treffen. So verging die letzte Stunde vor dem Start wie im Flug und wir mussten uns nicht um die Gepäckabgabe kümmern, weil @headnutHH so lieb war, unseren Klamottenbeutel zu nehmen und im Ziel auf uns zu warten.

Um 20 Uhr fiel der Startschuss unseres 15 km-Laufes. Wir hatten uns beim Start weit vorne eingeordnet. Unsere Erfahrung mit Läufen der Sportscheckserie hatte bisher gezeigt, dass die “richtigen” Läufer bei diesen Veranstaltungen ganz vorne stehen. Unerfahrene und zum Teil sehr langsame Hobbyjogger hingegen überschätzen sich häufig und besetzen die Mitte des Starterfeldes, was häufig zu Staus zu Beginn der Läufe führt. Unsere Einschätzung sollte sich als richtig erweisen und meine anfängliche Angst, dass wir nach dem Start überannt werden könnten, war unbegründet.

Auf den ersten Kilometern ließen wir es ruhig angehen. Ich hatte mit Carsten vereinbart, dass am Ende der 15km ein 5:20er Schnitt herauskommen sollte. Gleich zu Beginn fielen wir konstant in ein 5:15er Tempo, welches mir sehr leicht fiel. Trotzdem wollte ich gerade zu Beginn nicht überpacen – lieber das Tempo erstmal halten und dann nach hinten raus noch Gas geben lautete meine Devise. Und damit lag ich goldrichtig. Wir liefen die erste Runde sehr konstant in einem Durchschnittstempo von 5:12min/km. Damit lagen wir deutlich unter meiner Vorgabe von 5:20 min/km. Auf der zweiten Runde konnten wir dann nochmal richtig Gas geben und auf den letzten Kilometern zog mich Carsten auch noch mal gewaltig. Am Ende liefen wir in 1:17:18 Stunden ins Ziel und ich war sehr glücklich über meine Zeit. Die Zeit bedeutete sogar einen Durschnittswert von 5:09 min/km – für mich ein absolutes Toptempo, welches deutlich unter dem Durchschnittstempo meiner PB über 10 km liegt. Insgesamt erreichte ich Platz 66 (von 533) bei den Frauen und Platz 21 (von 157) in meiner Altersklasse.

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Somit war der Nachtlauf in Hamburg ein durch und durch gelungenes Rennen für uns. Ich weiß nun, dass meine 10km Bestzeit bei einem der nächsten Wettkämpfe fallen wird und auch meine Halbmarathon- und Marathonbestzeit werde ich bald unterbieten. Mein großer Dank gilt natürlich Carsten, der mir durch seine Tempomacherqualitäten und auch einfach dadurch, dass wir den Lauf gemeinsam in Angriff genommen haben, diese tolle Zeit ermöglicht hat. Nun hat er sich damit aber das Schlamassel eingebrockt: Ich will ihn natürlich nun auch als Pacemaker für meine angestrebten PBs. Ich nenne es mal die Pflichten eines Ehemanns:-)

Außerdem war es toll, dass wir den @headnutHH kennenlernen durften und dieser uns unsere Klamotten abgenommen hat, uns angefeuert hat, auf uns im Ziel gewartet hat, uns ins Hotel gefahren hat und danach noch einen sehr netten Abend mit uns verbracht hat. Besser geht nicht – VIELEN LIEBEN DANK und auf ein baldiges Wiedersehen!

3 Kommentare
  1. Tina sagte:

    süße, sehr genial! du rückst langsam aber unaufhaltsam näher! weiter so… du hast super voraussetzungen und wir sind gespannt, was noch so kommt! bussi, tina

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  2. Chris sagte:

    Na das ist ja mal ordentlich, merk schon das ich da einiges an Nachholbedarf habe, werde glaub ich gleich mal ne Runde laufen gehen!

    Glückwunsch zur tollen Zeit!

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