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650,29 km für eine gute Sache – Unser Support für den Blickwinkel e.V.

Wer unseren Blog regelmäßig besucht, unsere Facebook-Seite abonniert hat oder uns auf Twitter folgt, dem ist sicher schon aufgefallen, dass wir in unregelmäßigen Abständen über unsere Spendenaktion für den Blickwinkel e.V. berichtet haben. Der Verein sieht sich selbst als Begegnungsstätte der Kulturen. Was hochtrabend klingt, ist handfeste ehrenamtliche Sozialarbeit in Neukölln. Hier bekommen Kinder und Jugendliche für kleines Geld Nachhilfe, Hausaufgabenbetreuung aber auch einen Ort zum Reden, abschalten und mal rauskommen aus dem Alltag. Dabei spielen Herkunft, Religion und die Einkommensverhältnisse der Familien keine Rolle. Die letzten Tage haben einmal mehr deutlich gemacht, wie wichtig diese Arbeit ist.

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Das Leben ist ein Marathon

Hallo Ihr Lieben!

Nun habt Ihr mal wieder ewig lange nichts von uns gehört. Entgegen unserer erneut guten Vorsätze, unseren Blog regelmäßig mit Inhalt zu füllen, haben wir es schon wieder versäumt, unsere Vorsätze in die Tat umzusetzen.

Unser doch sehr gefüllter Alltag mit Job, unserem Sport, unser beider Selbstfindung in Bezug auf unsere berufliche Zukunft sowie unsere Planungen für unsere gemeinsame, private Zukunft und die wöchentliche Pendelei nimmt unsere ganze Zeit und vor allem all unsere Energie in Anspruch. Leider bleibt da wenig Zeit und vor allem Ruhe, in der man sich einmal hinsetzt und aufschreibt, was einem gerade so durch den Kopf geht.

Aber eines ist sicher: Wenn sich unsere beruflichen und privaten Verhältnisse in einigen Monaten geordnet haben und wir vorläufig erst einmal ein wenig zur Ruhe kommen, werden wir unseren Blog wieder regelmäßig mit Leben füllen – versprochen! Den Anfang dazu mache ich aber jetzt schon.

“Das Leben ist ein Marathon” – so oder so ähnlich lautet mein persönliches Resumee der vergangenen Wochen und Monate. Denn das Leben verläuft nie geradlinig und ohne zwischenzeitliche Hürden, die es zu überwinden gilt. Es beinhaltet regelmäßige Herausforderungen, die es zu meistern lohnt. Mit jedem Schritt, mit dem man sich dem nächsten Zwischenziel nähert, macht man wieder einen Schritt nach vorne. Man lernt aus Fehlern und weiß mit Schmerzen und Rückschlägen besser umzugehen, je häufiger man diese überwunden hat. Manchmal jedoch sind die Schmerzen einfach zu groß oder zu langatmig, dass man sie einfach nicht mehr aushalten kann. Wenn man jedoch seine eigenen Ziele kennt und einem bewusst ist, wofür man sich die ganzen Strapazen antut, dann lohnt es sich für seine Ziele zu kämpfen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch eine schöne und hoffentlich sonnige Restwoche! :-)

21 Tage #strafi50 – Eine vorgezogene Halbzeitbilanz

Seit drei Wochen begleitet mich jetzt das Projekt #strafi50. Die Ziele klar im Blick, habe ich gemerkt, dass nicht der Sport der Schlüssel zum Erfolg ist, sondern die Ernährung. Ich treibe ca. 10 – 12 h Sport pro Woche. Damit dürfte ich weit über dem liegen, was die meisten anderen in meiner beruflichen Situation leisten. Es gibt sicher auch hier noch die ein oder andere Stellschraube, um noch fitter zu werden. Die Regelmäßigkeit fällt mir da spontan ein.

Aber, ich beginne schon wieder abzuschweifen. Das Thema sollte ja die Ernährung sein.

In den letzten drei Wochen habe ich intensiv die Waage im Blick gehabt und festgestellt, dass sie sich kaum bewegt. Kritisch habe ich mir die Frage nach dem warum gestellt. Bei der Menge Sport!

Also habe ich versucht herauszufinden woran es sonst liegen könnte. Ein großer Einflussfaktor ist sicher das Wetter. In meinem Fall kann man sicher von einer Kälte-Depression sprechen. Ich kann einfach keine Kälte ab.

Ich schweife schon wieder ab…. zurück zur Ernährung!

Ok, regelmäßig Sport treiben, Probleme mit der Kälte…tolle Ausreden. Aber wie ich befürchte keine wirklichen Gründe. Welcher weiterer Faktor hat massgeblich Einfluss auf das Gewicht? Richtig, die Energiezufuhr, das Essen.

Eine erste Kurzanalyse ergab: zu viele Ausnahmen, zu ungleichmäßig und häufig immer noch das falsche!

Nach dem ich ja als #strafi50 Regel festgelegt habe, dass ich kein Knabbergebäck mehr essen möchte (was ich auch bis auf eine Ausnahme bis jetzt durchgehalten habe)  habe ich festgestellt, dass besonders wenn ich beruflich unterwegs bin, mir es schwer fällt eine geregelte Energiezufuhr hinzubekommen. Diese ist wiederum notwendig, um die Kälte-Depression im Griff zu behalten. Also was tun?

Dann kam, zugegebenermaßen nicht ganz freiwillig, auch noch eine Trainingspause von 6 Tagen dazu. Die Ärzten hat mir einfach Antibiotika verschrieben und mir dringend geraten, das Training auszusetzen. Und da ich nur aller paar Jahre mal zum Arzt gehe, kann ich dann auch mal auf Ihn (in dem Fall Sie) hören. Also bis Samstag heißt es: Zwangspause!

Bevor einige jetzt auf den persönlichen Hinweis warten, dass ich schon wieder abschweife, das tue ich nicht!

Denn genau das hat dazu geführt, dass ich mal wieder Zeit gefunden habe die Ernährung neu zu betrachten. Das Ergebnis konnte man in der gestrigen Einkaufstasche sehen:

  • Paprika
  • Chicorée
  • Gurken
  • Tomaten
  • Radieschen
  • Kiwi
  • Direktsaft
  • Magerquark und Tiefkühlkräuter

Äpfel und Bananen waren noch vorhanden und so kann das Experiment starten. Da ich in den nächsten Tagen keine körperliche Anstrengung auf mich nehmen muss werde ich versuchen ohne Getreideprodukte satt zu werden.

Früh steht eine große Portion Obst z.B. Kiwi, Apfel und Saft auf dem Plan. Mittags gibt es Rohkost mit Quarkdip. Abends wird dann immer mit der @Exilfortunin warm gegessen, dabei stehen Gemüsesuppen und unterschiedliche Gemüsepfannen auf dem Speiseplan.

Dies wird jetzt 4 Tage einstudiert und ab Karfreitag heisst es das ganz zu verteidigen, gegen die Verführungen die Mutti so auf den Tisch stellt!

Ich werde auch darüber berichten!

Ich bin ja bekanntlich für jeden Blödsinn zu haben – #strafi50 ich bin dabei!

So so, #strafi50 (Strandfigur in 50 Tagen) heißt also das neue Projekt der @Exilfortunin. Nach einigen Tagen Bedenkzeit sage ich: Ich will das auch! Da ich einige Erfahrung mit Optimierungsprojekten habe, starte ich hiermit den “Selbst-Optimierungszyklus” – @ExilSGDfan-#Strafi50:

1. Ist-Analyse

Bevor man sich aber in so einen “Selbst-Optimierungszyklus” begibt heißt es: Ist-Analyse!

  • Gewicht: 79,5 kg
  • Körpergröße: 1,85 m
  • Bauchumfang: wird nachgereicht
  • Hüfte: wird ebenfalls nachgereicht

Hier also die “KPI” meiner “Selbst-Optimierung”:

  • BMI heute: 23.2
  • Bauch-Hüfte-Verhältnis heute: wird nachgereicht

2. Optimierungspotenzial und Ziel-Definition

Kommen wir also zur Zielvereinbarung für dieses “Projekt”:

  • BMI =< 22.2
  • Bauch-Hüfte-Verhältnis: =< 1.0

Um das BMI-Ziel zu erreichen habe ich zwei Möglichkeiten. Erstens ca. 4,5 kg abnehmen oder zweitens noch 5 cm wachsen, allerdings ohne Gewichtszunahme. Da mir der Arzt bereits vor 15 Jahren gesagt hat, dass ich ausgewachsen bin, kann ich zweitens wohl vergessen. Das trifft sich dann wiederum sehr gut mit Ziel zwei, dem Bauch-Hüfte-Verhältnis. Dies erreicht man auch nur, wenn der kleine Speckring auf der Hüfte verschwindet.

3. Maßnahmen zur Zielerreichung

Welche Maßnahmen ergreift die Projektleitung zur Zielerreichung?

  • Die nächsten 50 Tage gibt es keine Chips, Erdnussflips, Salzstangen, Käseflips und sonstiges Knabberzeug. Auch Nüsse pur fallen unter diese Regel!
  • regelmäßiges Training: An normalen Wochen, also ohne Krankheit oder andere Gebrechen,  möchte ich 6 Einheiten absolvieren: 2 x Schwimmen, 1 x Radfahren, 1 x Koppeltraining, 2 x Laufen
  • keine weiteren Regeln!

Damit sind wir eigentlich schon durch. Aber irgendetwas fehlt noch im Regelkreis: Achso, na klar!

4. Umsetzung der Maßnahmen und Überprüfen des Zielerreichungsgrad

Der Gewichtsverlust sollte möglichst linear verlaufen und ohne hungern erfolgen. Dazu werde ich einen wöchentlichen Bericht hier im Blog verfassen.

Jetzt heißt es Start frei für: #strafi50 !!!!

#strafi50: Ich bin dabei!

Nun bin auch ich infiziert. Nachdem die beiden verrückten Läufer/Triathleten @ironchrissi und @Lauftagebuch während ihres Trainingslagers in der spanischen Sonne das Projekt “in 50 Tagen zur Strandfigur”, besser bekannt als #strafi50, entwickelten, werde ich mich diesem Projekt nun auch anschließen. Seit mehreren Wochen versuche ich vergeblich, einen wirklichen Antriebspunkt zu finden, um den Winterspeck, der in diesem Winter leider auch bei mir vorbeigekommen ist, wieder loszuwerden. Nun aber habe ich eine Motivation und ein gewisses Druckmittel, denn ich werde regelmäßig via twitter über den Verlauf #strafi50 bei mir berichten.

#strafi50 sieht vor, dass jeder, der sich am Projekt beteiligt, sich selbst ganz individuell seine Ziele im Rahmen von #strafi50 setzt. Mein primäres Ziel ist folgendes:

Ich möchte wieder mein Wunschgewicht erreichen. Als Startpunkt werde ich mich morgen wiegen und dann via twitter berichten, wieviel Kilos ich bis zum Wunschgewicht verlieren muss (da ich trotz allem eine Frau bin, werde ich mein (Wunsch)Gewicht nicht verraten :-) Ich werde aber berichten, wieviele Kilos ich loswerden möchte).

Um dieses Ziel zu erreichen, habe ich mir folgende Dinge vorgenommen:

1) Reduzierung des Zuckerkonsums. Da ich im wahrsten Sinne des Wortes eine “Zuckermaus” bin, wird das für mich der schwerste Schritt, aber gleichzeitig auch der Schlüssel auf dem Weg zur #strafi. Konkret möchte ich in den kommenden 50 Tagen keine verpackten Süßigkeiten essen. Das einzige, was ab und an erlaubt ist, sind Eis und Kuchen. Ich räume mir konkret einen Tag in der Woche ein, an dem ich zu Eis oder Kuchen greifen darf.

2) Ich möchte meine Ernährung dahingegen umstellen, dass ich bewusster gesund esse. Das bedeutet, dass ich bewusst viel Gemüse und Obst essen möchte. Da ich aber generell keine Freundin von fettigem Essen bin, gibt es außer der Zuckerreduzierung keine weiteren konkreten Einschränkungen.

3) Keine Ausreißer! Ich habe in den letzten Wochen und Monaten immer wieder das Problem gehabt, dass ich Tage habe, an denen ich hemmungslos esse und nicht mehr auf meinen Körper höre, wenn er mir sagt, dass ich eigentlich satt bin und mein Appetit befriedet ist. Solche Ausreißertage soll es in den kommenden 50 Tagen nicht mehr geben.

Da ich momentan in der Vorbereitung auf meinen ersten Marathon bin, welchen ich Ende April in Düsseldorf laufen möchte, habe ich mir keine konkreten Trainingsziele gesetzt. Vielmehr gilt es, dass ich meinen Trainingsplan vorbildlich umsetze und jede Einheit mit Freude und vollem Einsatz (natürlich im Sinne der vorgegebenen Intensität) absolviere. Neben dem Lauftraining möchte ich an den lauffreien Tagen das Training auf der Rolle intensivieren, um zusätzlich an meiner Fitness zu arbeiten, um das Ziel “Triathlon” nicht aus den Augen zu verlieren und um im Rahmen des #strafi50 zusätzliche Kalorien zu verbrennen :-)

Mit dem morgigen Tag (27.2.2013) und dem morgendlichen Wiegen beginnt für mich #strafi50. Das heisst, dass #strafi50 bei mir bis zum 18.04.2013 geht. Ich denke der Termin passt sehr gut, da der MetroGroup Marathon in Düsseldorf am 28.04.2013 stattfindet und ich so ohne schlechtes Gewissen und mit Genuss das Carboloading durchführen kann.

Wenn ich es schaffe, die Punkte 1) – 3) in den kommenden 50 Tagen umzusetzen, dann steht meiner #strafi2013 nichts mehr im Wege. Ich werde regelmäßig via twitter und in größeren Abständen auch hier über den Verlauf meines #strafi50 Projektes berichten. Danke in jedem Fall an @ironchrissi und @Lauftagebuch für die Inspiration! Let’s do it!

Eure @Exilfortunin

Danke an alle, die uns und unseren Sport ertragen!

Dieser Artikel richtet sich an all unsere Unterstützer. Vielen Dank für alles!

Ihr richtet Euch nach unseren Trainingsplänen und seid für uns da, wenn wir Zeit haben! DANKE!

Ihr begleitet uns zu Wettkämpfen und nehmt uns viele Dinge ab! DANKE!

Ihr steht an der Strecke wartet, hofft und bangt, dass wir unsere Ziele erreichen. DANKE!

Ihr feuert uns an und treibt uns weiter. DANKE!

Ihr ertragt unsere schlechte Laune, wenn der Erfolg ausbleibt. Ihr motiviert uns und baut uns wieder auf. DANKE!

Ihr steht zu uns, egal wie der Wettkampf läuft. DANKE!

Und das Vanilleeis steht immer parat. DANKE!

Ohne Euch würde es uns nur halb so viel Spass machen!!!!!

Eure @Exilfortunin und Euer @exilSGDfan

Schlaflos in Erfurt

Nun liege ich hier und mein Geist ist willig, aber mein Körper sagt mir, dass er nicht mehr die Ruhe findet zu schlafen. Es ist 5 Uhr morgens und nach etwas mehr als 4 Stunden Schlaf ist die Nacht für mich beendet. Wäre ich nicht gestern Abend sehr spät noch gelaufen und hätte ich nicht die letzten 3 Tage durchtrainiert, würde ich mir jetzt wohl die Laufschuhe anziehen und eine Runde an der Erfurter Gera drehen. So aber liege ich hier und versuche mich ein wenig zu entspannen. Und Entspannung kann ich gerade gebrauchen.. Die letzten Wochen waren sehr stressig, zum Teil extrem nervenaufreibend und trotzdem durchaus spannend (oder vielleicht gerade deswegen). Ende Juni traten von einem auf den anderen Tag Veränderungen in meinem Leben auf, mit denen ich so schnell nicht gerechnet hatte. Die Kurzfassung: Bewerbung auf eine interessante Stelle in Erfurt rausgeschickt, Bewerbungsschluss war der 15.6. Am 16.6. bekam ich eine schriftliche Einladung zum Bewerbungsgespräch für den 21.6. Also hieß es fünf Tage später “auf nach Erfurt”. Nachdem das Bewerbungsgespräch passé war, wurde mir von Seiten der Entscheidungsträger kommuniziert, dass ich in der darauffolgenden Woche über die finale Bewerberauswahl informiert werden würde. Und so klingelte am 26.6. das Telefon und mir wurde mitgeteilt, dass ich die Kandidatin sei, für die man sich entschieden hätte. Was eine positive Überraschung! Die Freude über die Jobzusage war natürlich groß.

Eigentlich war die Stelle auf den 1.8. ausgeschrieben, was mir mit einem guten Monat Vorlaufzeit genug Spielraum gegeben hätte, um die neue Situation ordentlich zu planen: Wohnung in Erfurt suchen, Umzug, die entsprechenden bürokratischen Maßnahmen treffen, usw. Allerdings gab es da ein Problem: Mein neuer Arbeitgeber bat mich darum, bereits zum 1.7. bei ihm anzufangen, um die Einarbeitungszeit in die Stelle als Projektleiterin zu intensivieren. Im Klartext bedeutete das: Ich hatte 5 Tage Zeit zwischen Jobzusage und erstem Arbeitstag, um die oben angesprochenen organisatorischen Dinge zu lösen.

Wie wir das dann tatsächlich in 5 Tagen hinbekommen haben, ist mir immer noch ein Rätsel. Am Freitag fuhren wir nach Erfurt zum “WG-Casting”, aus welchem ich als Gewinnerin hervorging. Am Sonntag hieß es dann Umzug nach Erfurt und am Montag stand bereits der erste Arbeitstag vor der Türe. Wahnsinn, wie schnelllebig das Leben sein kann.

Nun bin ich nicht mal einen Monat in Erfurt und es ist soviel passiert in den letzten Wochen, dass mein Körper gar nicht mehr in der Lage ist, dann, wenn er entspannen sollte, nämlich nachts, dies auch zu tun. So lieg ich hier immer noch und warte darauf, dass der Wecker klingelt, der mich doch eigentlich aus meiner Tiefenentspannung (auch genannt “Schlaf”) holt und damit den Start in den Tag einläutet. Aber mit Startschüssen hat es mein Körper zur Zeit nicht so.

“Startschuss” – ein Wort, das in unserem Leben eine übergeordnete Rolle spielt. In diesem Zusammenhang fällt mir ein, dass meine momentane Unrast natürlich auch ein indirekter Wink sein könnte, der mir sagen soll, dass es an der Zeit ist, bald wieder die Laufschuhe bei Wettkämpfen überzuziehen. Aber das wird dann wieder ein neuer Blogeintrag werden.

Bis dahin wünsche ich Euch ein schönes Wochenende!

Eure Hannah

Leben als Groupie einer Läuferin!

Noch 10 min bis zum Start! Ein letztes mal Wasser reichen. Dann Sachen aufnehmen und den Startbereich verlassen. Position suchen: Startfoto! Noch ein kurzes Lächeln beim vorbeilaufen. Glück gehabt, auf dem Foto erwischt!

Dann heisst es: Warten! Warten! Warten! Ungeduldig wie ein junger Hund läuft man zum vereinbarten Treffpunkt, um noch einmal einen Blick zu erhaschen! Ein Lächeln, ein Zeichen wie es läuft! Ein kurzer Anfeuerungsruf, dann wieder: Warten!

Die Zielzeit kommt unaufhaltsam näher. Bange Blicke, erst auf die Strecke, dann auf die Uhr, wieder auf die Strecke!

Die Siegerin des Laufes ist lange im Ziel, aber wo bleibt meine Siegerin! Die Zielzeit rückt unaufhaltsam näher. Und wieder die gleiche Blickfolge: Strecke, Uhr, Strecke! Dann endlich, mein Star kommt auf die Zielgerade! Letzte Rufe, letzte Anfeuerungsversuche! Der bange Blick auf die Uhr, keine Bestzeit! Trotzdem ist man stolz, oder gerade deswegen! Durchgehalten, durchgekämpft, durchgelaufen!

Jetzt wieder Sachen reichen, dann Wasser! Dann vielleicht Trost. Aber wie kann man Trost spenden, wenn man einfach nur stolz und glücklich ist!

Groupies sind so stolz auf ihre Stars, ich bin so Stolz auf meinen Star!

Carsten

Was soll das denn nun wieder?

So oder so ähnlich war die Frage meiner Freundin, als ich ihr von meiner neuesten Idee erzählt habe.

Die nächste Frage beschäftigte sich dann mit dem Problem der Zeit: Wann willst du denn DAS noch machen. Aber genau darum geht es hier. Ich möchte herausfinden wieviel politische “Selbstbestimmung” verträgt ein “normaler” Mensch. Unter “normal” verstehe ich hier: Arbeitend, aktives Freizeitleben, Unternehmungen in der Offline-Welt. 

Kurz um, ich habe also nicht viel Zeit für Politik. Zumal die Politik für einen normalen Bürger so weit weg erscheint. Mir ist aber schon klar, das deren Entscheidungen mich direkt und indirekt betreffen. Ich möchte mich also gut vertreten wissen. Um das zu beurteilen brauche ich einerseits erst einmal eine eigene Meinung oder Bewertung der Dinge und ich muss anderseits wissen, welche Partei diese Meinung am besten vertreten kann. Dies bedeutet:

  1. Informationsgewinnung (Zeitung, Fernsehen, Internet) –> Meinungsbildung
  2. Parteimeinung bewerten und eine Entscheidung treffen –> Meinungsvertretung definieren

Während ich mich für den ersten Teil, die Informationsgewinnung, von den klassichen Medien sehr gut informiert fühle, bekomme ich dieses Gefühl für den zweiten Teil nicht. 

Also habe ich mich aufgemacht einen Meinungsvertreter für mich zu finden. Und was soll ich sagen: Ich habe keinen gefunden! Ich versuche mein Problem mal an einem Beispiel darzustellen:

ParteiProContra
SPD

Gesundheitsreform

Familienpolitik

Netzpolitik

Innenpolitik

CDU/CSU 

Familienpolitik

Innenpolitik

Die GrünenEnergiepolitikWirtschaftspolitik
FDPNetzpolitikWirtschaftspolitik
Die Linkewir sind dagegenwir sind dagegen
Die Piratenpartei

Netzpolitik

Freiheitsgedanke

bürgerliches Grundeinkommen

Ich muss also für jede Wahl und für jede Wahlebene eine Entscheidung treffen, wer aktuell MEINE Meinung am besten vertritt. Dafür möchte ich mir die “neuen” Medien zu Nutze machen. Twitter, Facebook und Co. sollen mir dabei helfen, einen Meinungsvertreter zu finden.

Dazu habe ich einen eigenen Twitter-Kanal aufgemacht, auf dem ich den großen Parteien und in diversen Listen einzelnen Parteivertretern folge. Damit werden sich auch die ersten Blogeinträge hier beschäftigen. Mit dem Aufbau der Listen einer Diskussion warum ich bestimmte Personen in bestimmten Listen oder eben nicht gespeichert habe. 

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen und würde mich freuen, hin und wieder einen Kommentar von Euch zu erhalten. 

Gruß B.Logman

Gedanken beim Laufen

Und schon ist die erste Trainingswoche Geschichte…13 weitere Wochen werden folgen.

Wie schon beschrieben war der Abschluss der Woche ein lockerer 150min Ausdauerlauf im niedrigen GA1-Tempo bei bestem Bremer Herbstwetter Mitte Juli. (14 Grad, starker Wind und 150min Nieselregen) Aber, ich habe es durchgestanden und das obwohl ich noch vor 3 Wochen meine schwerste Stunde in meiner eher jungen Ausdauerkarriere erlebt habe.

Bei einem Triathlon-Wettkampf lag ich bis nach dem Radfahren gut im Rennen, um dann auf 10km, einer Strecke die ich normalerweise in ca. 45min laufe, fast eine Stunde zu brauchen. Es war jedoch nicht die sportliche Niederlage die mir zu schaffen machte, vielmehr die mentale Leere die danach aufkam. Dies äußerte sich in Trainingsunlust und Lust auf viel Süßes. Es führte auch dazu, dass ich das nächste Ziel, einen weiteren Triathlon, lieber aus dem Wettkampfkalender gestrichen habe. Auch die erste Woche dieser Trainingsphase war nicht gerade von Freude eher vom Zwang getrieben.

Der heutige lange Lauf war also auch eine kleine Überprüfung meines Kopfes, denn das die Beine den Lauf hinbekommen, dass wusste ich auch schon vorher. So horchte, fühlte und lauschte ich in mich hinein um zu erfahren wie der Stand der Dinge ist. Und das Ergebnis war ernüchternd…Die Beine können…Ja super, dass wusste ich schon. Naja vielleicht lag es ja am Wetter, dass ich nicht so gut horchen konnte.

Damit kam auch schon das größte Problem für mich auf. Die Gedanken beim Laufen. Es gibt nur meinen Kopf, meine Beine und die Pulsuhr. Mal davon abgesehen, dass man dabei auch Schmerzen und Zipperlein an seinem Körper findet, die man noch nie zuvor gespürt hat. Ich meine aber etwas anderes. Es ist das wirre Gedankenmuster was mich beim Laufen begleitet. Je weiter die Strecke, um so mehr Zeit hat man die Gedanken zu ordnen bzw. um so größer ist des Gewirr…und ich versuche sie immer zu ordnen. Manchmal bin ich so mit mir beschäftigt, dass ich gar nicht wahrnehme, wenn jemand an mir vorbei läuft, den ich kenne.

Im Moment beschäftigt mich beim Laufen aber nur, wie ich den Marathontrainingsplan durchbekomme. Und so setzte ich einen Fuß vor den Anderen und überlege dabei, wie ich das die nächsten 13 Wochen machen möchte, also einen Fuß vor den Anderen setzen. Eigentlich paradox, man überlegt wie man etwas schafft, was man ohnehin gerade tut. So sind sie, meine Gedanken beim Laufen. Nicht immer  klar und tiefsinnig, aber immer da.